Die Anwendung der Regel "Maximalpuls = 220 Minus Lebensalter" ist zu ungenau, da der Maximalpuls von Mensch zu Mensch stark schwanken kann und daher nicht zu empfehlen. Ihren Maximalpuls erreichen Sie bei höchster körperlicher Anstrengung und völliger Ausbelastung.

Für Laufeinsteiger sollte die oben genannte Formel nur als erster, grober Anhaltspunk dienen. Die tatsächliche HF-Max sollte so schnell als möglich ermittelt werden.

Die Höhe des Maximalpulses sagt nichts über die Leistungsfähigkeit aus. Es gibt die so genannten Hochpulser und  Niedrigpulser. Zu letztgenannten gehöre auch ich, meine HF-Max  liegt bei 185 Schlägen/min. Es gibt Alterklassen-Athleten die mit 60 Jahren noch eine HF-Max von 200 Schlägen/min erreichen. Damit müssten diese Athleten, nach oben angegebener Formel, ihr GA1-Training bei einem Puls von 112 Schlägen/min absolvieren ((220 - 60) x 70% = 112). Der tatsächliche Maximalpuls differiert um 40 Schläge/min. Das ist natürlich ein Extremfall, zeigt aber auf, wie ungenau die Standard-Formel sein kann.

Um Ihren individuellen Maximalpuls zu ermitteln, können Sie z.B. einen Testlauf oder Wettkampf maximaler Intensität über 3 Km, 5 Km (oder 10 Km) absolvieren.Der Puls, den Sie auf der Ziellinie eines solchen Testlaufes oder Wettkampfes, am besten nach einem Endspurt, messen ist eine zuverlässige Angabe Ihres individuellen Maximalpulses.

Es ist sehr anstrengend seinen eigenen Maximalpuls zu ermitteln. Wenn Sie einen derartigen Test oder Wettkampf zur Feststellung Ihres Maximalpulses machen, sollten Sie ausgeruht, nicht untrainiert und völlig gesund sein!

Es gibt einige Pulsuhren die diesen Maximalpuls - in Ruhe - recht genau ermitteln können. Bei einem Test mit einer Polar-Uhr lag meine maximale Herzfrequenz bei 184 Schlägen/min.

Für eine vernünftige Trainingssteuerung ist es unerlässlich, dass Sie Ihre HF-Max kennen.

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