Oft werde ich gefragt, warum tut sich ein Mensch derartige Strapazen, wie einen Langdistanztriathlon an? 226 Kilometer an einem Tag zurückzulegen, im Wasser, auf dem Rad und in Laufschuhen. Diese Frage ist nur sehr schwer zu beantworten, weil man die Antwort darauf nur versteht, wenn man nach so einem langen Tag durchs Ziel läuft. Der Lohn der hier wartet ist nur schwer in Worte zu fassen. Es ist zutiefst befriedigend so einen Wettkampf erfolgreich beendet zu haben. Der Wettkampf ist ja nur das Tüpfelchen auf dem i. Monate lang kämpft man sich durch unzählige Trainingseinheiten, deren Zeit man sich mühsam aus dem schon anstrengenden Alltag abzweigen muss. Neben Beruf und Familie diesen Spagat zu bewerkstelligen ist nicht leicht. Umso mehr zählt dann der Zieleinlauf. Ankommen ist die höchste Motivation, auch wenn der Wettkampf ganz und gar nicht optimal läuft, man einen schlechten Tag erwischt oder einen Defekt hat, DNF(did not finish) ist keine Option, egal wie man das Ziel erreicht. Somit ist aber die alles entscheidende Frage nach dem Warum noch nicht geklärt. Vielleicht trifft es ein Zitat von Reinhold Messner, der da einst gefragt wurde, warum er auf einen Berg steigt und sein Leben riskiert. Er hat geantwortet, weil der Berg da ist. Man muss also schon ein bisschen verrückt und auch ein Grenzgänger sein um solche Abenteuer zu wagen. Wer allerdings mit dem Virus infiziert ist kommt nicht mehr davon los.

LG

Harry

 

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