Hallo liebe Leser,

Erkältungszeit bedeutet für uns Läufer/Triathleten mal wieder eine Laufpause zu machen. Aber nicht nur Erkältungen zwingen uns zu Trainingspausen. Andere Erkrankungen, Verletzungen, Stress im Job, usw. bedeuten für uns Ausdauersportler eine Pause vom Training. Wie gehe ich nun am besten damit um?

Zuerst einmal, machen Sie sich nicht verrückt. Ich weiß was sich im Kopf abspielt, wenn man gerade auf einen Wettkampf trainiert und schon wieder pausieren muß. Da es auf keinen Fall in Frage kommt mit einem Infekt oder mit einer schlimmeren Verletzung zu trainieren, muß man sich mit der Pause auseinandersetzen.

Trainingspausen treffen nicht nur uns Hobbysportler. Auch Profis trifft es regelmäßig und oft auch zu ungünstigen Zeiten. So hat auch ein Haile Gebrselassie schon Marathonläufe abgesagt, auf die er ein Jahr trainiert hat und eigentlich mit einem Weltrekord abschließen wollte. Was ich damit sagen will, das Leben geht weiter und auch wenn eine Pause ärgerlich ist sollte man aus falschem Ehrgeiz nicht seine Gesundheit riskieren.

So jetzt ist die Pause also da. Ich kann eine Woche oder 14 Tage nicht trainieren. Wenn Sie bis dahin gut trainiert haben ist das gar kein so großes Problem. Kurieren Sie sich richtig aus und steigen nach der Genesung wieder mit leichtem Training ein. Dabei sollte der Umfang in der ersten Woche um 50% geringer sein als vor der Erkrankung. Intensitäten von mehr als 75-80% der HF-Max sollten Sie vermeiden. Läuft die Wiedereinstiegswoche gut können Sie in der nächsten Woche wieder voll einsteigen. Sie werden sehen die Form ist nach wenigen Tagen wieder da. Sollten Sie jedoch das Gefühl haben Sie sind nicht fit und das Training fällt extrem schwer, legen Sie noch eine Ruhewoche drauf.

Manchmal ist es schwer den Einstieg wieder zu finden, weil sich auch der Kopf weigert wieder einzusteigen. Das berühmte Loch nach der Pause oder dem Wettkampf. Hier hilft es mir sehr sich mit dem anstehenden Wettkampf zu beschäftigen. Schmökern Sie auf der Webseite des Events. Lesen Sie Wettkampfberichte der vergangenen Jahre und gehen Sie mit Ihrem Trainingspartner auf ein Bier um fachzusimpeln. Kaufen Sie sich ein neues Ausrüstungsstück, muss nichts teures sein. Ein neues Shirt, ein paar Laufsocken oder falls fällig neue Laufschuhe und schon ist man wieder motiviert.

Für Verletzungen gilt natürlich, daß diese ausgeheilt sind und beim Training keinerlei Beschwerden mehr machen. Trainieren Sie nicht in den Schmerz hinein. Speziell bei der Achillessehne ist Vorsicht geboten, da die Schmerzen in der Sehne oft mit der Trainingsdauer nachlassen. Haben Sie am Morgen nach dem Aufstehen leichte Schmerzen in der Sehne sollten Sie nicht laufen. Lesen Sie auch Wenn die Achillessehne zwickt.

Zum Schluss noch etwas wirklich motivierendes. Wenn Sie schon lange und regelmäßig trainieren kann es sogar sein, dass sich eine Zwangspause sehr positiv auf Ihre Leistungen auswirkt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man im Trainingseifer die Regeneration vernachlässigt. Eine Pause kann der Körper nutzen um die Systeme grundlegend zu regenerieren. Nach Wiedereinstieg ins Training werden Sie sich dann sehr schnell über das Ausgangsniveau hinaus steigern.

Nehmens Sie es also nicht so schwer, eine Trainingspause ist nicht so schlimm wie es im Kopf oft erscheint.

Harald

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