Der Ironman Hawaii war dieses Jahr spannend wie selten zuvor. Mit den deutschen Teilnehmern Andreas Raelert, Michael Raelert, Sebastian Kienle, Faris al Sultan, Timo Bracht, Andi Böcherer, uvm. ging eine Mannschaft an den Start die ihresgleichen sucht. Ich hätte meine Hand für Andreas Raelert ins Feuer gelegt. Aber Hawaii wäre nicht Hawaii wenn dieses Rennen berechenbar wäre. Und so kam es wieder mal anders als gedacht. Schon nach dem Schwimmen bekam Andreas Raelert eine Packung von 4 Minuten Rückstand aufgebrummt und verpasste die erste Radgruppe. In dieser Gruppe fuhren dann Athleten wie Andy Potts, Marino Vanhoenacker, Faris al Sultan, Michael Raelert, Andreas Böcherer, und andere. Im Rennverlauf auf dem Rad führte die ersten Kilometer Andy Potts aber dann ging Marino Vanhoenacker in Führung und mit einem Vorsprung von sage und schreibe 8 Minuten fuhr Marino in die zweite Wechselzone, der Sieg schien ihm sicher, da Marino auch ein sehr guter Läufer ist. Auf der Laufstrecke spielen sich für gewöhnlich hitzige Duelle ab, werden in der dritten Disziplin doch die Gesamtsieger gemacht. In diesem Jahr war es auf dem heißen Asphalt der Kampf gegen die Temperaturen selbst, der besonders Vanhoenacker zusetzte. Der Belgier ist bekannt für seine offensive Renntaktik, die ihn bereits im Vorjahr beim Marathon das Finish kostete. Völlig entkräftet stützte er sich nach der Halbmarathon-Marke an einem Verpflegungsstand ab, sein Körper war überhitzt. Deshalb beendete Vanhoenacker das Rennen vorzeitig und ebnete damit den Weg für Pete Jacobs. Andreas Raelert und Frederik van Lierde  kamen auf Platz zwei und drei. Hinter dem Australier entbrannte ein Kampf um Platz zwei, Andreas Raelert überholte beim Energy Lab die Landsmänner Kienle und Al-Sultan, sowie Frederik van Lierde. Kurz vor dem Ziel startete van Lierde noch einmal den Angriff auf Position zwei. Dank seines beeindruckenden Marathons gelang Andreas Raelert noch der Sprung auf Platz zwei. Ich bin aber sicher, dass Adreas Raelert jetzt noch mehr motiviert ist für den Ironman 2013 den ich mit Spannung erwarte. Sein Bruder Michael musste den Bedingungen in Hawaii Tribut zollen und kam noch hinter einigen Agegroupern nur auf Platz 69, was für sein Hawaii Debüt natürlich sehr frustrierend sein muss. Die große Überraschung waren natürlich auch Faris al Sultan auf Platz 5 und Sebastian Kienle auf Platz 4. Timo Bracht holte sich wie im Vorjahr den 6ten Platz. Sebastian Kienle dürfte der kommende Triathlet der nächsten Jahre werden. Hut ab vor seiner Leistung, trotz einem Platten noch den 4ten Platz zu erkämpfen. Und natürlich großen Respekt vor Faris dem alten Kämpferherz der wieder mal allen gezeigt hat, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Harald 

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