BMI: Ihre wichtigste Zahl

Wichtiger als der Stand auf Ihrem Bankkonto. Wichtiger als der Dax heute. Wichtiger als der Benzinverbrauch Ihres PKW. Und noch viel, viel wichtiger als Ihr Alter. Ihr fortgeschrittenes.

Zu diesem Thema lese ich gerade eine BMI-Zahl, die sogar mich erst überrascht, dann aber zum innerlichen Wüterich werden lässt.

Weil dieser überraschende BMI - kommt gleich, nur Geduld - mir wieder all die Ärzte ins Gedächtnis holt, die doch wirklich behaupten: Dicksein ist nicht so schlimm. Ein bisschen Übergewicht schadet Ihnen nicht. Im Gegenteil, ist gut für die Nerven. Und ein BMI 30 sei sogar ein Herzschutz. Was bezwecken die damit?

Vor mir liegt ein kurzer Artikel mit der Überschrift:

BMI ALS KREBSERREGER

Da werde ich neugierig. Da haben britische Forscher 23 prospektive Studien zusammengefasst. Thema: Körperfülle und Pankreaskrebs. Eine nicht sehr häufige, aber dafür um so gemeinere Erkrankung. Ich habe noch gelernt: Überlebenszeit drei Monate. Drei äußerst qualvolle Monate. Und hier wird etwas sehr gefährliches bewiesen:

Überschüssiges Körperfett, ob verteilt oder auf den Bauch konzentriert, lässt die Gefahr steigen, an einem Pankreaskarzenom zu erkranken.

Dabei zeigte sich, dass ein Anstieg um 5 BMI-Einheiten (etwa 15 Kilogramm) das relative Risiko um 10 % erhöht, an Krebs der Bauchspeicheldrüse zu erkranken.

Ein Zuwachs von 10 cm beim Bauchumfang steigert die Krebsgefahr um 11 %.

Und jetzt kommt's:

Das geringste Risiko wiesen Personen auf, deren BMI um einen Wert von 21 pendelte.

BMI 21!!! Wie ist Ihr Wert? Sie erinnern sich: 102 Hundertjährige in Deutschland hatten einen durchschnittlichen BMI von 21,0. Nun ja: Die haben's ja längst bewiesen. An Pankreaskrebs können die nicht erkrankt gewesen sein. Sonst wären die ja auch  nicht 100 Jahre alt geworden.

Dieser ganze Artikel soll nur eines: Er soll Sie aufwecken. Anstacheln. Glauben Sie nicht den falschen Propheten. Gesundheit ist an präzise Vorgaben geknüpft. Was glauben Sie, was ein Reh für einen BMI hat? Ganz sicher niemals 30. Sondern doch wohl eher 21, oder?

Glauben Sie mir: Es lohnt sich! Das Lebensgefühl zwischen BMI 20 und 21 ist ein... wundervolles.

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Strunz auf http://www.strunz.com

Die letzten 12 Wochen bis zur Challenge in Roth sind angebrochen und das Training läuft den Umständen entsprechend gut. Ich versuche, wie immer, das Training in meinen schon sehr gefüllten Alltag zu integrieren. Familie, Arbeit und Training sind nicht immer leicht zu vereinbaren.

Ich versuche 3 Schlüsseleinheiten pro Woche einzuhalten:

- lange Radausfahrt mit Koppellauf
- langer Lauf
- dauerschwimmen min. 45 Min

Ansonsten mache ich wenn noch Zeit ist ein paar kürzere Läufe und Krafttraining auf dem Rad. Am Abend wird dann min. eine Einheit pro Woche Rumpfstabi eingeschoben. Somit ist die zur Verfügung stehende Trainingszeit ausgeschöpft.

Langsam steigt die Spannung!

Harald

Das Trainingslager in Cecina Marina mit Gerhard Müller und seinem Team war wie immer sehr kurzweilig und trainingsintensiv. Leider war das Wetter aufgrund der frühen Jahreszeit nicht optimal. Die Temperaturen lagen zwischen 12-17 Grad, Regen gab es auf den Radausfahrten keinen, bis auf ein paar Tropfen, aber die Sonne lies sich nur hin und wieder einmal sehen. Die Radgruppe in der ich gefahren bin war sehr homogen, was den Trainingseffekt natürlich verstärkt. Gebummelt wurde selten und am Berg gings richtig zur Sache. Zur Belohnung gab es dann so manchen Capuccino und viele Zuckerteilchen ;-). Hier nun ein paar Trainingseinheiten zum nachlesen und genießen, einfach die Einheit anklicken:

24.03.2013: 2:28 Std., 60 km, 639 Höhenmeter

25.03.2013: 3:38 Std., 83 km, 1452 Höhenmeter

27.03.2013: 4:38 Std., 110 km, 1995 Höhenmeter

28.03.2013: 4:12 Std., 110 km, 2138 Höhenmeter

29.03.2013: 4:21 Std., 107 km, 1849 Höhenmeter

Gelaufen bin ich nur einmal, da ich nach den Radfahrten ziemlich platt war. Außerdem hatte ich aufgrund der Witterung bei uns in Deutschland kaum Radkilometer machen können und wollte mich nicht komplett abschießen, was im Trainingslager ja häufig passiert.

Harald

Hallo liebe Leser,

Erkältungszeit bedeutet für uns Läufer/Triathleten mal wieder eine Laufpause zu machen. Aber nicht nur Erkältungen zwingen uns zu Trainingspausen. Andere Erkrankungen, Verletzungen, Stress im Job, usw. bedeuten für uns Ausdauersportler eine Pause vom Training. Wie gehe ich nun am besten damit um?

Zuerst einmal, machen Sie sich nicht verrückt. Ich weiß was sich im Kopf abspielt, wenn man gerade auf einen Wettkampf trainiert und schon wieder pausieren muß. Da es auf keinen Fall in Frage kommt mit einem Infekt oder mit einer schlimmeren Verletzung zu trainieren, muß man sich mit der Pause auseinandersetzen.

Trainingspausen treffen nicht nur uns Hobbysportler. Auch Profis trifft es regelmäßig und oft auch zu ungünstigen Zeiten. So hat auch ein Haile Gebrselassie schon Marathonläufe abgesagt, auf die er ein Jahr trainiert hat und eigentlich mit einem Weltrekord abschließen wollte. Was ich damit sagen will, das Leben geht weiter und auch wenn eine Pause ärgerlich ist sollte man aus falschem Ehrgeiz nicht seine Gesundheit riskieren.

So jetzt ist die Pause also da. Ich kann eine Woche oder 14 Tage nicht trainieren. Wenn Sie bis dahin gut trainiert haben ist das gar kein so großes Problem. Kurieren Sie sich richtig aus und steigen nach der Genesung wieder mit leichtem Training ein. Dabei sollte der Umfang in der ersten Woche um 50% geringer sein als vor der Erkrankung. Intensitäten von mehr als 75-80% der HF-Max sollten Sie vermeiden. Läuft die Wiedereinstiegswoche gut können Sie in der nächsten Woche wieder voll einsteigen. Sie werden sehen die Form ist nach wenigen Tagen wieder da. Sollten Sie jedoch das Gefühl haben Sie sind nicht fit und das Training fällt extrem schwer, legen Sie noch eine Ruhewoche drauf.

Manchmal ist es schwer den Einstieg wieder zu finden, weil sich auch der Kopf weigert wieder einzusteigen. Das berühmte Loch nach der Pause oder dem Wettkampf. Hier hilft es mir sehr sich mit dem anstehenden Wettkampf zu beschäftigen. Schmökern Sie auf der Webseite des Events. Lesen Sie Wettkampfberichte der vergangenen Jahre und gehen Sie mit Ihrem Trainingspartner auf ein Bier um fachzusimpeln. Kaufen Sie sich ein neues Ausrüstungsstück, muss nichts teures sein. Ein neues Shirt, ein paar Laufsocken oder falls fällig neue Laufschuhe und schon ist man wieder motiviert.

Für Verletzungen gilt natürlich, daß diese ausgeheilt sind und beim Training keinerlei Beschwerden mehr machen. Trainieren Sie nicht in den Schmerz hinein. Speziell bei der Achillessehne ist Vorsicht geboten, da die Schmerzen in der Sehne oft mit der Trainingsdauer nachlassen. Haben Sie am Morgen nach dem Aufstehen leichte Schmerzen in der Sehne sollten Sie nicht laufen. Lesen Sie auch Wenn die Achillessehne zwickt.

Zum Schluss noch etwas wirklich motivierendes. Wenn Sie schon lange und regelmäßig trainieren kann es sogar sein, dass sich eine Zwangspause sehr positiv auf Ihre Leistungen auswirkt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man im Trainingseifer die Regeneration vernachlässigt. Eine Pause kann der Körper nutzen um die Systeme grundlegend zu regenerieren. Nach Wiedereinstieg ins Training werden Sie sich dann sehr schnell über das Ausgangsniveau hinaus steigern.

Nehmens Sie es also nicht so schwer, eine Trainingspause ist nicht so schlimm wie es im Kopf oft erscheint.

Harald

Hallo liebe Besucher der Laufwelt,

die Diskussion ob Kohlehydrate jetzt nötig sind oder nicht beschäftigt so manches Forum. Unter Ausdauersportlern ist die Auseinandersetzung auch in vollem Gange. Wissenschaftlich betrachtet ist Fakt, daß Kohlehydrate in der Entwicklungsgeschichte des Menschen erst seit ca. 10 000 Jahren eine Rolle spielen. Also in nur ca. 3% der gesamten menschlichen Evolution standen überhaupt Kohlehydrate für die Ernährung zur Verfügung. Das genetische Ernährungsprogramm, das in unseren Genen gespeichert ist hat so seine Probleme mit den Kohlehydraten.

Der moderne Mensch macht also irgendetwas falsch. In Anbetracht der Tatsache, daß 80% unserer Bevölkerung übergewichtig ist, muß also das genetisch gespeicherte Programm entweder eine Fehlfunktion aufweisen oder die Ernährung mit überwiegend Kohlehydraten ist nicht für uns geeignet.

Chemisch sind Kohlehydrate Zucker. Die Monosaccharide (Einfachzucker, z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker), Disaccharide (Zweifachzucker, z. B. Kristallzucker, Milchzucker, Malzzucker) und Oligosaccharide (Mehrfachzucker, z. B. Raffinose) sind wasserlöslich, haben einen süßen Geschmack und werden im engeren Sinne als Zucker bezeichnet. Die Polysaccharide (Vielfachzucker, z. B. Stärke, Cellulose, Chitin) sind hingegen oftmals schlecht oder gar nicht in Wasser löslich und geschmacksneutral.

Was bewirken Kohlehydrate nun in unserem Körper?

Sobald wir also Kohlehydrate zu uns nehmen reagiert der Organismus darauf, in dem er Insulin ausschüttet um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. In Anwesenheit von Insulin ist die Fettverbrennung weitestgehend gestoppt und hier liegt der Knackpunkt. Ist ständig Zucker im Blut, kann der Körper kein Fett verbrennen. Ganz im Gegenteil. Insulin ist nämlich auch ein Speicherhormon, das den Überschuß an Zucker in die Fettdepots schafft.

Nun wird und wurde uns seit 40 Jahren von der DGE(Deutsche Gesellschaft für Ernährung) gepredigt, daß Kohlehydrate der Hauptbestandteil der Nahrung sein sollen, was sich auch in der von der DEG erstellten Ernährungs-Pyramide darstellt. Es wird also, in Anbetracht dieser Fakten, Zeit umzudenken.

Jetzt bin ich ja von Haus aus ein Ungläubiger. Ich glaube nur was sich auch beweisen läßt. Und wie kann man den besten Beweis führen? In dem man es selbst ausprobiert.

Ich habe also für 1 Jahr fast komplett auf Kohlehydrate verzichtet. Das Ergebnis war, daß sich mein Körperfettanteil von 20% auf 11% reduziert hat. Mein Gewicht fiel von 82 Kilogramm auf 70 Kilogramm ohne daß ich einmal auch nur annähernd gehungert hätte. Ganz im Gegenteil ich habe mich mehr satt gegessen als zuvor. Der Hauptbestandteil meiner Ernährung waren nun Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Käse, magere Wurst, Eier, Gemüse, Obst(hier vor allem Äpfel und andere Kernfrüchte), Nüsse, Kerne(Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, usw.), Tofu, Milchprodukte ohne Zucker, also alles fast ohne Kohlehydrate. Die Kohlehydrate im Obst bestehen fast nur aus Fruchtzucker, der den Insulinspiegel kaum ansteigen läßt.

Wie hat sich diese Ernährung auf den Sport ausgewirkt?

Also ich muß gestehen, die ersten Wochen waren die Hölle. Ich hatte im Training keine Kraft, war schnell müde und nachher sehr erschöpft. Das ging so weit, daß ich versucht war den Versuch nach zwei Wochen abzubrechen. Dann geschah etwas Seltsames. Die Müdigkeit verschwand, meine Trainings-Leistungen wurden von Tag zu Tag besser, meine Migräne lies nach, ich kam morgens besser aus dem Bett. Kurz, es stellten sich viele Effekte ein mit welchen ich nicht gerechnet habe. Nach vier Wochen war ich fit wie noch nie. Selbst lange Trainingseinheiten über 3-5 Stunden konnte ich nun problemlos ohne Gel oder zuckerhaltigem Getränk überstehen.

Nun liebe ich Brot! Es fiel mir sehr schwer auf Brot zu verzichten, da man erst einmal damit zurechtkommen muß seinen Käse, seine Wurst, usw. ohne Brot zu essen. Vor ein paar Monaten bin ich nun auf eine neue Brotsorte gestoßen, die auch ein Umdenken in der Bevölkerung vermuten läßt. Diese Brotsorte heißt bezeichnender Weise „Eiweiß Brot“. Eine Scheibe dieses Brotes hat nur 4 Gramm Kohlehydrate. Es ist also erlaubt einige Scheiben am Tag zu essen.

Kaum war diese Brot auf dem Markt wurde es von den so genannten Ernährungsexperten zerrissen. Zu Fett, kein Geschmack, nicht nötig, usw. Ja, was soll ich sagen? Dann bleiben wir eben Übergewichtig, haben Diabetes, Herzinfarkt, Herz-Kreislauferkrankungen, usw.

Wenn dann auch noch ein Ernährungsexperte im TV auf Kohlehydrate und das doch so gute Vollkorngetreide schwört, selbst aber unübersehbar 30 Kilo zuviel auf den Rippen hat, dann falle ich wirklich vom Glauben ab.

Allein ein Tag im Freibad macht deutlich, daß dieses Problem lägst auch bei unseren Kindern angekommen ist. Es kommt mir so vor als liefen nur noch dicke Kinder herum. Ist natürlich etwas übertrieben aber die dicken Kinder nehmen zu, im wahrsten Sinne des Wortes. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. 

 

Fazit: Ich bin hier nicht asketisch und esse jetzt auch wieder die ein oder andere Breze, trinke ein Bier oder lasse mir einen Kuchen schmecken. Ich achte darauf Kohlehydrate auf ein Minimum zu beschränken. Einen Versuch ist es wirklich Wert. Ich kann nur positives berichten, auch wenn es unseren Ernährungsgewohnheiten nicht entspricht und man sich so manchen Spot gefallen lassen muß. Das Ergebnis gibt mir Recht!

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