Hallo zusammen,

einige Fragen die mir immer wieder gestellt werden sind: harry run2

  • Wie fange ich am besten an zu laufen?
  • Wie kann ich die Motivation aufrecht erhalten?
  • Wie soll ich trainieren?
  • Wann soll ich trainieren?

Diese Fragen sind auch mir schon des öfteren durch den Kopf gegangen. Ein wichtiger Punkt für den richtigen Einstieg ist auf jeden Fall Spaß. Wenn das Training keinen Spaß macht und zur Pflichtübung wird, ist es sehr schwer es langfristig durchzuhalten. Wie schaffe ich es nun, daß es Spaß macht?

Der häufigste Fehler beim Einstieg ist Überforderung. Nach dem man Jahre ohne Sport verbracht hat, kann man sich nicht einfach Laufschuhe anziehen und losrennen. Da ist es mit dem Spaß schon nach wenigen Metern vorbei. Wie mache ich es nun richtig?

Wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen nicht gegen ein Lauftraining sprechen, dann sollten Sie die ersten Einheiten mit schnellem Gehen und leichtem Traben verbringen. Sobald Sie das Gefühl haben es wird anstrengend, gehen Sie ganz gemütlich ein Stück. Fühlen Sie sich wieder wohl, traben Sie wieder ein Stück. Es gibt für Laufeinsteiger auch einen Plan, den können Sie sich hier herunterladen: Laufplan für Einsteiger

Es ist also ganz wichtig, daß Ihre Trainingseinheiten ein Wohlgefühl erzeugen. Muskelkater, brennende Lungen, Blasen, usw. gehören eher in den Bereich Mythos. Laufeinsteiger brauchen nichts davon. Natürlich kann sich ein leichter Muskelkater einstellen, wenn man nach vielen Jahren wieder die Beine bewegt. Muskelschmerzen zeugen aber von zu viel des Guten. Jetzt wissen wir also wie man am Anfang seine Laufeinheiten gestalten muss. Wie schaut es nun mit langfristiger Motivation aus?

Hier sind wir an einem schon wesentlich schwierigeren Punkt angekommen. Um seinen guten Vorsatz jetzt regelmäßig zu laufen auch umsetzen zu können bedarf es einer hilfreichen Strategie. Mir helfen Rituale sehr. Integrieren Sie Ihr Lauftraining in den normalen Tagesablauf. Wenn Sie wie ich bereits um 06:00 Uhr morgens aus dem Haus müssen, bietet sich ein Training nach der Arbeit, vor dem Abendessen an. Dazu legen Sie sich am Morgen schon die Laufsachen bereit, dann fällt es schwerer das Training ausfallen zu lassen. Im Sommer ist es wunderschön um 05:00 Uhr bei aufgehender Sonne eine kleine Runde zu drehen. Wenn die Welt noch schläft macht es wirklich Spaß die Ruhe zu genießen. Im Winter wird es schwer sich zu motivieren morgens zu laufen. Es ist dunkel, kalt und evtl. noch verschneit. Zu dieser Zeit laufe ich auch mal in der Mittagspause in der Arbeit. Glücklicherweise gibt es bei mir eine Möglichkeit zu duschen. Ist das nicht möglich, dann machen Sie einfach einen zügigen Sparziergang, ist allemal besser als am Schreibtisch zu sitzen. 

Es muss Ihnen in Fleisch und Blut übergehen. Laufen muss, wie Zähneputzen, Duschen, Frühstücken, usw. zum Alltag gehören. Wenn Sie ein hartnäckiger Fall sind, dann stellen Sie ihr Laufschuhe vor das Bett, damit Sie darüber stolpern, wenn Sie aufstehen. So nun zur Realität. 

Sie kommen müde, abgespannt, schlechtgelaunt aus der Arbeit und sollen nun laufen. Im Wohnzimmer steht aber diese schöne weiche, gemütliche Couch. Die Tafel Schokolade liegt auch schon bereit. Ein Glas Wein wäre jetzt auch nicht schlecht... STOP!

Hier hilft, "nicht denken".

Nicht denken heißt, jetzt müssen die Automatismen greifen. Vertreiben Sie den Gedanken an die Couch sofort aus Ihrem Kopf. Ziehen sich einfach an und laufen. Nachher ist es umso schöner. Glauben Sie mir, Sie fühlen sich erfrischt, es stellt sich ein wohliges Gefühl ein und Sie sind zufrieden. Jetzt dürfen Sie auf die Couch und das Stück Schokolade kann Ihnen jetzt auch nichts mehr anhaben. Das Glas Wein lassen Sie jetzt öfter mal weg.

Versuchen Sie besonders am Anfang Ihres Läuferlebens das Training regelmäßig durchzuziehen. Hat man die ersten Wochen genossen geht es wie von selbst. Es werden immer wieder Phasen kommen wo es schwer ist sich zu motivieren, aber das Lauftraining trägt so sehr zum Wohlbefinden bei, dass man immer wieder dieses schöne Gefühl erleben will.

Also laufen Sie los...

Ihr Harald Meier

Gerade stecke ich in den Vorbereitungen zur Challenge Roth am 14. Juli 2013. Wie immer bedeutet das einen Spagat zwischen Familie, Job und Training. ich versuche zurzeit mit einem bis zwei Ruhetagen pro Woche auszukommen. Aktuell laufe ich bei den langsamen, langen Läufen einen Kilometerschnitt von 5:15 bis 5:30 Min/km. Bei den schnelleren Einheiten zwischen 4:45 bis 5:10 Min/km. Bei den Tempoläufen so um die 4:30 Min/km. Ich werde in der Vorbereitung zur Challenge Roth keine Intervalle laufen. Der Schwerpunkt liegt ganz klar in der Ausbildung der Grundlagenausdauer. Ich habe mir ein Zeitziel von ca. 10:45 Std. vorgenommen, wobei man bei einer Triathlon Langdistanz schwer vorhersehen kann was passiert.

Schwimmen habe ich diesen Winter komplett vernachlässigt. Ich war nur alle paar Wochen im Hallenbad um ein paar Runden zu drehen. Ich werde aber im Frühsommer, in den Monaten Mai und Juni einen Block Freiwasserschwimmen einschieben und dann nur lange Strecken schwimmen. Warum so wenig im Wasser? Ich werde wohl nie mehr ein guter Schwimmer werden. Die vielen Trainingsstunden, Schwimmseminare, usw. hatten bis heute den Effekt, dass sich meine Schwimmzeiten nur marginal verbessert haben. Deshalb werde ich versuchen in Roth mit einer Zeit so um die 1:15 Std. aus dem Wasser zu kommen. Hier eine kleine Studie vom letzten Training im Hallenbad:

Der Schwerpunkt liegt im Training auf dem Laufen und Radfahren, da ich hier noch großes Potential sehe. Da Radfahren natürlich um diese Jahreszeit etwas schwierig ist, habe ich in diesem Winter einige Einheiten auf der verhassten Rolle verbracht. Laufen war allerdings der absolute Schwerpunkt, hier ist die Form auch ganz klar aufsteigend. 

Ende März fahre ich wieder nach Cecina in der Toskana um ein Radtrainingslager zu absolvieren und viele Kilometer auf dem Rad abzuspulen. Davon werde ich hier natürlich auch berichten. 

Einige kleinere Wettkämpfe, wie Halbmarathons, Triathlon Kurzdistanzen und den ein oder anderen Volkslauf werde ich bis dahin sicher auch noch bestreiten.

Harald

Der Ironman Hawaii war dieses Jahr spannend wie selten zuvor. Mit den deutschen Teilnehmern Andreas Raelert, Michael Raelert, Sebastian Kienle, Faris al Sultan, Timo Bracht, Andi Böcherer, uvm. ging eine Mannschaft an den Start die ihresgleichen sucht. Ich hätte meine Hand für Andreas Raelert ins Feuer gelegt. Aber Hawaii wäre nicht Hawaii wenn dieses Rennen berechenbar wäre. Und so kam es wieder mal anders als gedacht. Schon nach dem Schwimmen bekam Andreas Raelert eine Packung von 4 Minuten Rückstand aufgebrummt und verpasste die erste Radgruppe. In dieser Gruppe fuhren dann Athleten wie Andy Potts, Marino Vanhoenacker, Faris al Sultan, Michael Raelert, Andreas Böcherer, und andere. Im Rennverlauf auf dem Rad führte die ersten Kilometer Andy Potts aber dann ging Marino Vanhoenacker in Führung und mit einem Vorsprung von sage und schreibe 8 Minuten fuhr Marino in die zweite Wechselzone, der Sieg schien ihm sicher, da Marino auch ein sehr guter Läufer ist. Auf der Laufstrecke spielen sich für gewöhnlich hitzige Duelle ab, werden in der dritten Disziplin doch die Gesamtsieger gemacht. In diesem Jahr war es auf dem heißen Asphalt der Kampf gegen die Temperaturen selbst, der besonders Vanhoenacker zusetzte. Der Belgier ist bekannt für seine offensive Renntaktik, die ihn bereits im Vorjahr beim Marathon das Finish kostete. Völlig entkräftet stützte er sich nach der Halbmarathon-Marke an einem Verpflegungsstand ab, sein Körper war überhitzt. Deshalb beendete Vanhoenacker das Rennen vorzeitig und ebnete damit den Weg für Pete Jacobs. Andreas Raelert und Frederik van Lierde  kamen auf Platz zwei und drei. Hinter dem Australier entbrannte ein Kampf um Platz zwei, Andreas Raelert überholte beim Energy Lab die Landsmänner Kienle und Al-Sultan, sowie Frederik van Lierde. Kurz vor dem Ziel startete van Lierde noch einmal den Angriff auf Position zwei. Dank seines beeindruckenden Marathons gelang Andreas Raelert noch der Sprung auf Platz zwei. Ich bin aber sicher, dass Adreas Raelert jetzt noch mehr motiviert ist für den Ironman 2013 den ich mit Spannung erwarte. Sein Bruder Michael musste den Bedingungen in Hawaii Tribut zollen und kam noch hinter einigen Agegroupern nur auf Platz 69, was für sein Hawaii Debüt natürlich sehr frustrierend sein muss. Die große Überraschung waren natürlich auch Faris al Sultan auf Platz 5 und Sebastian Kienle auf Platz 4. Timo Bracht holte sich wie im Vorjahr den 6ten Platz. Sebastian Kienle dürfte der kommende Triathlet der nächsten Jahre werden. Hut ab vor seiner Leistung, trotz einem Platten noch den 4ten Platz zu erkämpfen. Und natürlich großen Respekt vor Faris dem alten Kämpferherz der wieder mal allen gezeigt hat, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Harald 

Liebe Besucher,

ich werde in diesem Blog von meinem Training, von Wettkämpfen und von allen Themen rund um den Laufsport, dem Duathlon und dem Triathlon berichten. Ich hoffe, ich kann aus der Region Passau oder aus dem niederbayerischen Land, Läufer, Duathleten und Triathleten jeden Alters für eine Trainingsgruppe begeistern. Evtl. können wir einen Stammtisch gründen, um Erfahrungen auszutauschen oder um einfach nur über triathletisches fachzusimpeln. Für registrierte Benutzer werde ich eine Möglichkeit schaffen sich am Blog zu beteiligen.

Harald

Oft werde ich gefragt, warum tut sich ein Mensch derartige Strapazen, wie einen Langdistanztriathlon an? 226 Kilometer an einem Tag zurückzulegen, im Wasser, auf dem Rad und in Laufschuhen. Diese Frage ist nur sehr schwer zu beantworten, weil man die Antwort darauf nur versteht, wenn man nach so einem langen Tag durchs Ziel läuft. Der Lohn der hier wartet ist nur schwer in Worte zu fassen. Es ist zutiefst befriedigend so einen Wettkampf erfolgreich beendet zu haben. Der Wettkampf ist ja nur das Tüpfelchen auf dem i. Monate lang kämpft man sich durch unzählige Trainingseinheiten, deren Zeit man sich mühsam aus dem schon anstrengenden Alltag abzweigen muss. Neben Beruf und Familie diesen Spagat zu bewerkstelligen ist nicht leicht. Umso mehr zählt dann der Zieleinlauf. Ankommen ist die höchste Motivation, auch wenn der Wettkampf ganz und gar nicht optimal läuft, man einen schlechten Tag erwischt oder einen Defekt hat, DNF(did not finish) ist keine Option, egal wie man das Ziel erreicht. Somit ist aber die alles entscheidende Frage nach dem Warum noch nicht geklärt. Vielleicht trifft es ein Zitat von Reinhold Messner, der da einst gefragt wurde, warum er auf einen Berg steigt und sein Leben riskiert. Er hat geantwortet, weil der Berg da ist. Man muss also schon ein bisschen verrückt und auch ein Grenzgänger sein um solche Abenteuer zu wagen. Wer allerdings mit dem Virus infiziert ist kommt nicht mehr davon los.

LG

Harry

 

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