Nachdem ich im letzten Blog die erste Testfahrt auf der Rolle als Video aufgezeichnet habe, hier nun Daten von den ersten Ausfahrten. Die erste Tour war erst ca. 26 Kilometer flach, dann ging es einen recht steilen Anstieg von 4 Kilometern und 450 Höhenmetern hinauf. Dann weiter wellig und am Ende wieder flach. Die zweite Tour war die ersten 25 Minuten lockeres Einrollen, dann 20 Minuten hart gefahren, danach wieder locker bis mittelschwer. Bei der ersten Tour sieht man im Vergleich zur Tour 2 die wesentlich gleichmäßigeren Leistungswerte, da die Strecke Anfangs relativ flach war. Die zweite Tour eher wellig, da geht's mal rauf und mal runter mit der Leistung. Schön zu sehen auch bei beiden Touren die Rechts- Linksverteilung. War übrigens absoluter Zufall, dass es jeweils 52/48 % waren. Ich werde das weiter beobachten, evtl. ist mein linkes Bein tatsächlich etwas stärker, wobei der Unterschied nur marginal ist. Hier nun die Daten aus GARMIN Connect.

Tour 1 08.08.2014

Leistung8.8.14

LeistungDiagramm8.8.14

LeistungVerteilung8.8.14 

Tour 2 10.08.2014

Leistung10.8.14

LeistungDiagramm10.8.14

LeistungVerteilung10.8.14

Nach der Installation und Kalibrierung des GARMIN Vectors, wie in den vorangegangenen Blogeinträgen beschrieben, zeige ich Euch heute ein Video mit dem ersten Test auf der Rolle mit dem GARMIN Vector. Ich bin gespannt wie die Handhabung mit dem Edge 810 funktioniert, aber seht selbst.

Einstellen der MontagewinkelMontagewinckel

Im letzten Beitrag habe ich euch gezeigt, wie man den Garmin Vector installiert, auf was man achten muss, welche Werkzeuge man dazu braucht und mit Bildern beschrieben wie das ganze funktioniert. Heute schauen wir uns die Kalibrierung des GARMIN Vectors an.
Nach der Installation des Garmin Vector sind drei Schritte notwendig. Zuerst müssen die Montagewinkel eingestellt werden. Dann folgt die statische Kalibrierung und zum Schluss die dynamische Kalibrierung.

Wir beginnen mit dem Einstellen der Montagewinkel. Wie im Bild zu sehen meldet der Garmin Edge, nach dem Einschalten sofort, dass die Montagewinkel jetzt eingestellt werden müssen. Der Garmin Vector meldet dies selbstständig, nach der Installation, an das vorhandene Gerät. 

Man bestätigt die Aufforderung mit dem Haken, und wird dann aufgefordert mit einer Trittfrequenz zwischen 70 und 90 Umdrehungen/min zu treten. Sobald man beginnt zu treten wird Trittfrequenz im Display angezeigt. Bei einer Trittfrequenz über 70 Umdrehungen/min beginnt der Vector selbstständig die Montagewinkel einzustellen. Das Prozedere dauert nur wenige Sekunden. Anschließend erhält man die Meldung, Kalibrierung erfolgreich.

Das Einstellen der Montagewinkel muss nur wiederholt werden wenn der Garmin Vector demontiert und montiert wird .D.h. das Einstellen der Montagewinkel ist wirklich nur notwendig wenn Sie die Pedale von einem Fahrrad auf das andere montieren.

Alles in allem ist die Montage des Garmin Vector wirklich eine einfache Geschichte. Hat man ein bisschen Routine ist der komplette Montage bzw. Umbauvorgang in wenigen Minuten erledigt.

 

 

KalibrierungStart

 

Statische Kalibrierung

Jetzt folgt die statische Kalibrierung. Dazu muss man aus den Pedalen ausklicken, die Pedale möglichst in horizontale Stellung stellen und die Kalibrierung über den grünen Button Kalibrierung starten. Auch hier dauert es nur wenige Sekunden und die statische Kalibrierung ist abgeschlossen.

Der Garmin Vector ist im Prinzip jetzt fahrbereit. Lediglich die dynamische Kalibrierung fehlt noch. Die dynamische Kalibrierung findet während der Fahrt statt. Zu Beginn der Fahrt tritt man 6-8 Umdrehungen rückwärts und der Garmin Edge meldet sofort dynamische Kalibrierung abgeschlossen.

In diversen Foren habe ich gelesen, dass eine dynamische Kalibrierung ohne vorher eine statische Kalibrierung auszuführen wenig Sinn macht. D.h. also vor jeder Fahrt sollte der Garmin Vector einmal statisch und einmal dynamisch kalibriert werden damit die Wattwerte die später im Verlauf der Fahrt angezeigt werden auch wirklich korrekt sind. So manch einen mag das jetzt abschrecken, ist aber wirklich kein Problem. Man startet zu Beginn der Fahrt den Edge stellte Pedale senkrecht startet die statische Kalibrierung und fährt los, tritt einige Male rückwärts damit ist das ganze Prozedere erledigt.

Im nächsten Blog werde ich ein kleines Video aufzeichnen, dass die erste kleine Fahrt mit dem Garmin Vector zeigt. Bitte denken Sie daran dass sie die Datenfelder auf dem Garmin Edge entsprechend konfigurieren müssen das heißt es werden die Leistungswerte angezeigt die sie gerne sehen wollen. Ich werde einmal die gesamte Wattleistung und die Links- Rechtsverteilung einstellen damit man einen guten Vergleich hat zu anderen Leistungsmessern. 

 

 

So nun ist es soweit, der GARMIN Vector ist angekommen und bereit zur Installation. Ich hoffe es ist so Problemlos wie beschrieben. Dann legen wir mal los. Zuerst mal ausgepackt und die relevanten Teile sortiert.

Teile

InstVectorVorbereiten
Nachdem ich mich mit der Bedienungsanleitung vertraut gemacht habe und Installationsvideos auf der Webseite von Garmin studiert habe, konnte ich mit der Installation beginnen. 

Die einzigen Kopfschmerzen bereitete mir das geforderte Drehmoment beim anziehen der Pedale. Aber auch hier konnte ich mich beruhigen, nachdem ich auf diversen Webseiten und auch auf der Webseite des Herstellers gelesen habe, dass wohl das Drehmoment nach Gefühl gewählt werden kann. Man soll die Pedale natürlich recht fest anziehen aber nicht übertreiben um die Pedalsender nicht zu beschädigen. 

Da ich festgestellt habe, dass bei mir der Abstand zwischen der Kurbel und der Kette relativ klein ist, musste ich mit einigen Beilagscheiben arbeiten. Im Bild sieht man für das linke Pedal habe ich zwei Beilagscheiben gewählt.

Nun das Pedal mit dem Pedalsender und den Beilagscheiben so wie auf dem Bild zu sehen in das Gewinde des Pedals drehen. Bitte daran denken einmal Linksgewinde und einmal Rchtsgewinde. Darauf achten dass der Pedalsender bei horizontal gestellter Kurbel nach unten zeigt. Alles handfest anziehen und den Kontakt auf der Rückseite des Pedals ein klicken.

PdalLinksFertigHandfest anziehen
So sieht das handfest angezogene Pedal mit eingeklinktem Kontakt aus. Danach mit der rechten Seite genauso fortfahren wie auf der linken Seite.

Ich musste allerdings auf der rechten Seite 3 Beilagscheiben wählen, weil der Abstand zwischen dem Pedal Kontakt und der Kette sehr gering war. Ich habe es auch mit zwei Beilagscheiben versucht allerdings hätte der Kontakt des Vectors im größten Gang dann die Kette gestreift.

Laut Foreneinträgen und Auskunft auf der Garmin Seite ist das kein Problem.

KetteVectorAbstand2Kettenabstand prüfen
Hier kann man sehen, dass der Abstand jetzt noch ca. 2-3 mm beträgt was laut Aussage Garmin völlig ausreichend ist. Diese Kettenblatt Kombination kommt sowieso nur mit ordentlich Zug auf der Kette in Frage. Nachdem die Pedale jetzt an beiden Seiten handfest angezogen sind, kommt jetzt der für mich bedenkliche Teil. Die Pedale mit dem richtigen Drehmoment anzuziehen. Als Richtwert, und um ein besseres Gefühl für 38 Newtonmeter zu bekommen habe ich mit meinem Drehmomentschlüssel fürs Auto an den Radmuttern einen Versuch gemacht.

Dann habe ich die beiden Pedale mit dem entsprechenden Kraftaufwand angezogen. Somit ist die Installation abgeschlossen und bei etwas Übung dauert das ganze nicht länger als etwa 10 Minuten. Als nächstes müssen die Montagewinkel eingestellt werden und der Garmin Vector muss noch kalibriert werden. Beides sollte laut Anleitung relativ schnell erledigt sein. Ich werde die Einstellung der Montagewinkel und die Kalibrierung mit dem Garmin Edge vornehmen.

Im nächsten Blog dann die Kalibrierung und eine erste Testfahrt mit dem GARMIN Vector.

Im letzten Eintrag habe ich mich ja um die Jahresplanung bis zur Challenge Roth 2015 gekümmert. Es wird in allen Trainingsratgebern, was das Radtraining betrifft sehr viel Wert auf die Wattmessung gelegt. Eine Auswertung nach Herzfrequenzbereichen ist sehr ungenau und zu wenig aussagekräftig, was die Leistungssteigerung und Trainingsplanung betrifft. Ich liebäugle ja schon einige Zeit mit einem Powermeter fürs Fahrrad. Dazu habe ich mir jede Menge Videos auf Triathlon-szene.de angeschaut. Die verfügbare Auswahl auf dem Markt ist riesengroß. Ich habe monatelang im Internet recherchiert und wie gesagt auch diverse Filme bei Triathlons-szene.de angeschaut, Die Testberichte von DC Rainmaker verfolgt, Bücher gelesen, Foren durchstöbert, usw.

Dann bin ich zu dem Entschluss gekommen das die beste Wahl für mich der Garmin Vector ist. Die Entscheidung fiel aus verschiedenen Gründen. Zuerst besitze ich schon einige Garmin Geräte zum Beispiel den Forerunner 910 XT und den Edge 810 und bin mit diesen Geräten sehr zufrieden. Des Weiteren ist der Garmin Vector nur auf positive Resonanz gestoßen. Die Messgenauigkeit überzeugte in allen Tests. Selbst die wesentlich teureren SRM Systeme liegen hier nicht besser. Auch die Referenz in der Wattmessung, der Ergometer Cyclus 2 lag bei den Tests mit dem Garmin Vector auf gleicher Höhe.

Nachdem der Garmin Vector nach seiner Auslieferung Ende 2012 jetzt auch schon einige Testkilometer auf dem Buckel hat und auch in diversen Rennen benutzt wurde, gibt es auch hier schon sehr viele Erfahrungswerte. Das System hat sich als sehr robust und langlebig herausgestellt. Einige Rennradteams setzen den Vektor im Training und auch im Renneinsatz ein. Bei den Triathleten benutzt den Garmin Vector zurzeit Timo Bracht, wie man in einem Video auf YouTube sehen kann, der mit dem Vektor sehr zufrieden ist. Hier darf man natürlich nie vergessen das Garmin auch sein Sponsor ist, dennoch glaube ich dass das System überzeugt.

Ein Kaufargument ist auch die leichte Portierbarkeit von einem Rennrad auf das andere, da man im Prinzip nur die Pedale wechseln muss. Einziges Manko, man muss zurzeit das Look Keo System einsetzen. Wer also, wie ich auf Shimano Pedale eingeschossen ist, muss sich auf das Look Keo System umstellen. Wobei die Umstellung nicht sehr dramatisch ist. Vom Handling sind die Pedale ziemlich gleich. Da das System komplett mit dem Look Keo System kompatibel ist, kann man alle Arten von Look Keo Pedalplatten verwenden.

Ein weiterer Vorteil des Garmin Vector gegenüber der anderen Powermeter ist die Messung der Links-Rechtsverteilung. Beim Treten werden die linke und die rechte Seite unabhängig voneinander gemessen. Diese prozentuale Verteilung kann man sich zum Beispiel auf dem Garmin Edge anzeigen lassen. Ob das letztendlich einen Nutzen für das Training bringt wird sich noch herausstellen. Wenn Sie keine muskulären dysbalancen haben, die so gravierend sind, dass die Links-Rechtsverteilung dermaßen auseinander driftet, dass sie muskuläre Korrekturen vornehmen müssen ist der Nutzen wohl eher fraglich. Dennoch denke ich, dass der Garmin Vector eines der besten Powermeter Systeme auf dem Markt ist.

Die Anschaffung eines Powermeters ist natürlich auch deshalb eine schwere Entscheidung, weil der Anschaffungspreis nicht unerheblich ist. Der Garmin Vector wird zurzeit um die 1169 € angeboten. Damit liegt er preislich deutlich unter dem SRM System. Natürlich gibt es noch andere Powermeter auf dem Markt die interessant sind, zum Beispiel das System von Stage. Bei dem System von Stage ist das Watt Messsystem an der linken Kurbel angebracht. Somit muss die linke Kurbel ausgetauscht werden, was natürlich bedeutet man muss die Kurbel nehmen, die von der Stern- und Gewindeaufnahme auf ihr Fahrrad passt. Das System von Stage ist allerdings deutlich billiger. Für Sportler mit schmalem Budget eine echte Alternative. Da die Wattmessung natürlich nur am linken Bein stattfindet, sind muskuläre dysbalancen nicht erkennbar. Das System von Stage, wird zurzeit in seiner billigsten Version, um die 600 € angeboten.

Wer nähere Informationen zu den Powermetern haben möchte, sollte sich auf jeden Fall die Videos auf Triathlonszene.de anschauen.

In meinen nächsten Blog, werde ich dann von der Montage und der Handhabung des Garmin Vectors berichten.

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